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Große Amerika-Reise mit MS Artania 2026

In 125 Tagen in die Kabrik, Umrundung von Südamerika, durch den Panama Kanal, Mittelamerika, entlang der Ostküste der USA hoch bis New York und zurück nach Europa (07.01.2026 - 12.05.2026)

Ushuaia 11.02.2015 style=

13. Reisetag – Montag, 19.01.2026 Seetag (1/6)

Die ARTANIA wird die nächsten 6 Tage strikten Westkurs fahren, bis wir die Karibik erreicht haben werden.

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Mangels der Landgänge werde ich ein wenig vom Bordleben berichten, wobei die Betonung auf „wenig“ liegt, da ich in den Blogs der letzten Jahre schon mehrmals über die diversen Veranstaltungen geschrieben habe.

So wird es täglich das übliche Animationsprogramm geben wie Bauch, Beine Po, Pontius und Pilates, Walk a Mile (betreutes Spazieren rund um das Deck 4), Bastelkurse, Fotokurse und und und ….

Das jeweilige tägliche Highlight kopiere ich einfach aus dem Tagesprogramm und setze es hier im Blog ein.

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14. Reisetag – Dienstag, 20.01.2026 Seetag (2/6)

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Heute ist wieder Gala angesagt, die sogenannte Mittelgala. Mittelgala bedeutet, dass es einen Cocktailempfang für die Gold- und Silbergäste (das sind die Passagiere, die eine Balkonkabine gebucht haben) gibt und ein besonderes Abendessen in den Restaurants.

Neben Gold und Silber und eleganter Abendrobe gibt es aber auch asoziale Elemente hier an Bord.
So haben Passagiere im letzten Jahr aus dem Atlas, der in der Bibliothek auslag, Seiten herausgerissen – warum auch immer. Um mit Filzstift die Fahrtroute einzuzeichnen? Oder aus Frust, weil sie bei der Verlosung beim Frühschoppen die Seekarte nicht gewonnen haben?

Jedenfalls hat Benjamin von der Phoenix-Reiseleitung dafür gesorgt, dass ein neuer dicker Diercke Weltatlas angeschafft wurde. Die Freude darüber war leider nicht sehr nachhaltig. Seit einigen Tagen ist der Atlas aus der Bibliothek spurlos verschwunden.

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Der von Gästen zurückgelassene Wildwest-Roman und die Apothekenzeitung sind nicht wirklich ein Ersatz für das verschwundene Kartenwerk.

 

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Dass der Globus noch da ist, liegt vermutlich daran, dass er auf Grund seiner Kugelform nur ganz schlecht in einen Koffer passt.

 

 

15. Reisetag – Mittwoch, 21.01.2026 Seetag (3/6)

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Am Abend in Harry’s Bar werden die Geschehnisse und Gedanken des Tages stichpunktartig in ein Notizbuch eingetragen.

 

Anhand dieser Aufzeichnungen entstehen dann später (frühestens am nächsten Tag) die Texte für den Blog.

 

 

16. Reisetag – Donnerstag, 22.01.2026 Seetag (4/6)

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Die Jambalaya-Reispfanne weckte unser Interesse.

 

Laut Tagesprogramm sollte das Gericht mit Hähnchenfleisch angerichtet sein, was unseren etwas „bürgerlichen“ Essgewohnheiten sehr entgegenkam.
Als uns allerdings der Koch freudestrahlend und stolz berichtete, dass auch Meeresfrüchte wie z. B. Oktopus als leckere Zutaten beigemischt worden waren, erlahmte unser Interesse schlagartig.

 

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Beim Abendessen überraschte uns unsere Lieblingskellnerin Ani mit Geschenken, die sie aus ihrer Heimat Bali mitgebracht hatte.

 

Doris bekam eine hübsche kleine geflochtene Umhängetasche und ich ein Batik-Shirt.

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Wir waren beide sehr gerührt.

 

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Ani ist aber auch wirklich ein Sonnenschein.

 

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Das Feuerwerk sollte eigentlich schon gestern gezündet werden, aber da hat uns das Regenwetter einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Aber heute spielte das Wetter mit. Der Kapitän drehte das Schiff um 180 Grad, damit der Ostwind das Feuerwerk vom Heck des Schiffs aufs offene Meer blies und nicht aufs Sonnendeck.

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Eine Crew-Band sorgte mit ihrer Musik für die richtige Stimmung.


Am Heck der ARTANIA kam so etwas wie Silvesterstimmung auf – Musik und Partylaune.

 

Für uns eine prima Gelegenheit die alkoholfreie Flasche Sekt zu köpfen, die uns vor einigen Tagen der Bar Manager Juanico Amido de Guzman hatte zukommen lassen.  Der Grund für dieses Goody liegt vermutlich darin, dass ich in meinem letzten Reiseblog über den Jahreswechsel 2024/2025 auf der ARTANIA den Barmanger lobend erwähnt hatte. Er hatte sich damals persönlich darum gekümmert, dass Doris mit etwas Alkoholfreiem anstoßen konnte, was sich in den Jahre davor manchmal als schwierig bis unmöglich herausgestellt hatte (siehe auch Blog vom 31.12.2024).

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Etwas abseits von der Phoenix-Bar konnte man das Gedränge an der Reling vermeiden. Der Nachteil war, dass hier die Sicht ein wenig beeinträchtigt war.




Was zu unserem vollständigen Silvesterfeeling nur noch gefehlt hätte, waren die Kreppel (Krafpfen, Berliner, Pfannkuchen), die sonst nach dem Feuerwerk verteilt wurden.

 

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Aber es wurden kleine Cheeseburger angeboten  - es war ja auch nicht wirklich Neujahr.

 

Ansonsten ist die Atlantiküberquerung bisher ruhig verlaufen. Bei einem Wind aus NO so um die 10 - 20 Knoten und einer Wellenhöhe von 3 Metern liegt die ARTANIA ruhig im Wasser.

 

 

17. Reisetag – Freitag, 23.01.2026 Seetag (5/6)

Allabentlich von 22:00 Uhr - 23:00 Uhr wird in Harry's Bar der Late-night-Snack angeboten. Neben dem täglich wechselnden meist warmen "Haupt-Snack", gibt es einige Konstanten, wie etwa Kuchen, Obstspieße und die Käsesticks. Genau diese Käsesticks mit Weintraube wecken jeden Abend meine Begehrlichkeit.
Schon sehr bald brauchte ich mir meine täglichen 3 Sticks nicht mehr zu holen, sondern bekomme sie vom Late-Night-Snack-Kellner gebracht.

Der Aufbau dieses Buffets ist recht aufwendig und beginn bereits um 21:00 Uhr.

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18. Reisetag – Samstag, 24.01.2026 Seetag (6/6)

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Doris außer Rand und Band.


Der letzte Seetag vor dem Ende einer Reise­etappe ist immer für den Stadl-Früh­schop­pen reserviert.

 

Oh Wunder! Der verschwundene Atlas ist wieder da. Dann hat ihn wohl ein Gast mit auf die Kabine genommen und sich jetzt bequemt, ihn wieder zurückzubringen.

Ab morgen ist das Lotterleben auf See vorbei. Der nächste Seetag ist erst wieder in 12 Tagen.
Die Temperatur war während der 6 Seetage ständige gestigen. Mittlerweile haben wir schon am Vormittag 30 Grad.

Da wir stetig Kurs Richtung Westen hatten, wurden die Uhren mehrfach um eine Stunde zurückgestellt, sodass wir mittlerweile 5 Stunden hinter Deutschland liegen.

 

 

19. Reisetag – Sonntag, 25.01.2026 Philipsburg/Sint Maarten

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Vor uns in Philipsburg an der Pier lagen bereits
die Costa Faciniosa (3.800 Passagiere) und
der 3-Mast-Segler Seacloud Spirit (136 Passagiere).


Pünktlich um 8:00 Uhr erreichten wir die erste von den 11 auf unserer Route eingeplanten Karibikinseln.

 

Heute musste man ein bisschen mit den geografischen und politischen Begriffen aufpassen, damit nichts Durcheinander kommt.
Philipsburg ist die Hauptstadt des autonomen Landes Sint Maarten, dass zu den Niederlanden gehört. Sint Maarten ist der südliche Teile der Insel St. Martin. Der nördliche Teile größere) Inselteil bildet zusammen mit einigen Nebeninseln das französische Überseegebiet Saint-Martin und gehört zur EU. 

Der Unterschied zwischen dem südlichen niederländischen und dem nördlichen französischen Teil ist der, dass der südliche Teil „autonomer“ ist als der Nördliche.

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Der Hafen von Philipsburg kann mehrere Riesen-Kreuzfahrtschiffe gleichzeitig aufnehmen. Er wird in der Saison besonders von dicken Amerikanischen Pötten angealaufen, sodass auch schon mal 25.000 Passagiere in der Stadt einfallen. Bereits im Hafen selbst warten unzählige Schuckgeschäfte, Pafümerien, Klamottenläden und und und auf zahlungskräftige Kundschaft. Die Kette "Diamonds International" findet man in fast jedem Kabrikhafen.


Die Insel ist nur 87 km2 groß (Länge 14,3 Km und Breite 13,3 km).

 

Mit dem Smartphone muss man allerdings aufpassen. Im niederländischen Teil, der nicht zur EU gehört, fallen mit einem deutschen Handy-Vertrag Roaming-Kosten an, während im niederländische Teil, der ja zur EU gehört, keine Roaming-Kosten anfallen. Aber wer weiß schon, in welches Telefonnetz sich das Handy auf dieser kleinen Insel automatisch einschaltet und dadurch eventuell hohe Kosten generiert. Also schalteten wir unsere deutsche Sim-Karte vollständig ab und aktivierten eine E-Sim speziell für die Karibik.

Unser Plan für heute war, eine kleine Wanderung oben im Norden (franz. Teil) zu unternehmen und zwar im Grandes Cayeas Naturschutzgebiet. Dieses Ziel wurde uns von Gemini, der KI von Google, empfohlen. Allerdings warnte uns die KI auch, dass es am Sonntag schwierig sein könnte, mit den öffentlichen Mini-Bussen zum und vom Ziel zu kommen, weil sie dann nur selten bis gar nicht unterwegs seien.

Gemäß dem Motto „Probieren geht über Studieren“ machten wir uns erst einmal auf den ca. 1,5 Kilometer langen Weg vom Hafen ins Zentrum von Philipsburg.
Eine nette Frau von einem kleinen Mode- und Souvenirladen, die wir nach einer Bushaltestelle fragten, war so nett, mit uns ein paar Schritte zu gehen, um uns zu zeigen, wo die nahegelegene Haltestelle ist. Ein Mini-Bus mit dem Schild „French Quarter“ an der Frontscheibe kam schon nach wenigen Minuten. French Quarter wurde uns als ein alternatives Zwischenziel von unserer KI genannt und somit bestiegen wir das schon etwas in die Jahre gekommene Gefährt und nahmen in der ersten der 3 Reihen hinter dem Fahrer Platz. Wir waren die einzigen Fahrgäste.
Die Klimaanlage des Busses blies uns einen eiskalten Wind entgegen. Da sich die Regelung für den Fahrgastbereich dieser Windmaschine direkt über uns befand, drehten wir sie flugs von „High“ zu „Low“.  Ui, da wurde der Fahrer aber sehr böse. Schnell stellten wir wieder auf „High“ zurück. Der Fahrer war dennoch skeptisch, ob wir den Ursprungszustand tatsächlich wiederhergestellt hätten und drohte, uns nicht mitnehmen zu wollen.

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Nachdem wir hoch und heilig versichert hatten, dass im wahrsten Sinne des Wortes alles in seinem Sinn geregelt sei, fuhr er voller Gnaden los.

 

Auf dem Weg nach French Quarter stiegen noch einige Leute dazu. Als wir nach gut 7 Kilometer an der Endstation ankamen, versicherte uns der Fahrer, dass von hier auch Busse nach Cul-De Sac fahren würden, dem Ausgangspunkt für unsere kleine Wanderung. Die Fahrt hierher hat 2 US-Dollar pro Person gekostet.

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Warten auf den Bus nach Cul-De-Sac


Zwei einheimische Frauen, die dort schon standen, schienen auch auf einen Bus zu warten.

 

 

Ich fragte zur Sicherheit, ob hier tatsächlich ein passender Bus vorbeikommen werde. Trotz dieser Zusicherung kam aber kein Bus.
Irgendwann hielt ein PKW an und die Frauen stiegen ein. Wir gingen davon aus , dass es sich im einen Bekannten der Frauen handeln müsse.

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Auf unserer "Privarfahrt"


Wir freuten uns sehr, als wir dazu gewunken wurden und stiegen ebenfalls ein.

 

In Cul-De-Sac angekommen wurde uns klar, dass der Transport keine Gefälligkeit des Fahrers war, sondern eine Art Ersatz für den Bus-Mangel an Sonntagen. Den geforderten Preis von 10 US-Dollar für uns beide zahlten wir ohne Murren, denn Preisverhandlungen finden immer nur vor einer Fahrt statt. Wahrscheinlich war mit unserer Zahlung auch der Obolus für die beiden Damen inkludiert.

Über die Rückfahrt zurück nach Philipsburg würden wir uns später Gedanken machen.

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Eine Kronenblume (Calotropis gigantea)


Die kleine, aber trotzdem schöne Wanderung im Grandes Cayes Naturschutzgebiet wurde nur deshalb nicht zu einer größeren Wanderung, weil es sehr warm war (über 30 Grad) und wir uns an die Hitze noch nicht gewöhnt hatten.

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Ich stehe hier nicht zur Zierde, sondern diene lediglich als Größenvergleich zur
Calotropis gigantea
(Vorsicht: der Planzensaft im Stengel ist giftg!

 

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Der Weg führte über Stock und Stein, hier speziell über Stock.

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Zurück in Richtung Hauptstraße.


Als wir wieder zurück an der Stelle waren, wo uns heute Vormittag der PKW-Fahrer herausgelassen hatte, ...

 

... schmiedeten wir folgenden Plan:
Per Anhalter zurück nach French Quarter und vorn dort mit den hoffentlich noch fahrenden Bussen zurück nach Philipsburg. Soweit die Theorie!

Das Trampen wurde zur Geduldsprobe. Zwar herrschte reger Verkehr, aber es dauerte doch seine Zeit, dass sich ein junges Pärchen erbarmte und uns mutnahm. Leider fuhren sie nicht bis French Quarter, ließen uns nach einigen Kilometern weiter an einer Bushaltestelle raus. Sie waren noch so nett und fragten uns, ob wir auch Wasserdabei hätten. Da wir immer Wasser mithaben, brauchten wir deren freundliches Angebot nicht annehmen.
An der Bushaltestelle herrschte absolute sonntägliche Ruhe. Zwar hielt nach einiger Zeit kein Bus, aber ein Kleinwagen. Der Fahrer bot an, uns für 20 US-$ nach Philipsburg zu fahren. Da dieser Mensch mir irgendwie unsympathisch war, lehnte ich ab.
Neuer Plan: Ein Taxi anhalten, denn ab zu fuhr mal eines vorbei.
Bevor wir den Plan in die Tat umsetzen konnten, stoppte ein Mini-Van. Der Fahrer war uns diesmal nicht unsympathisch, der Preis war der gleiche, nämlich 20 US-$ ...

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und so kamen wir wohlbehalten wieder am Hafen an.

 

Bedenken, dass wir das Schiff verpassen würden, hatten wir zur keiner Zeit, denn die Abfahrt der ARTANIA war erst für 21:00 Uhr vorgesehen, also hatten wir mehrere Stunden Puffer.

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Das freie WLAN eines Geschäfts im Hafen reichte bis nach draußen, was sich Leute von der Crew (und einige Passagiere) gerne zu Nutze machten.

 

 

20. Reisetag – Montag, 26.01.2026 St. John‘s/Antigua

Seit gestern wurde “betreutes Desinfizieren” eingeführt, d.h, an den Eingängen des Restaurants steht ein Kellner mit einer Sprühflasche Desinfektionsmittel in der Hand. Jeder der dann das Restaurant betritt, ohne sich vorher an dem Desinfektionsautomaten freiwillig die Hände desinfiziert hat, bekommt den persönlichen Extra-Service vom Kellner.

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Eigentlich sollte jeder Gast diese gut sichtbaren Desinfektionsspender nutzen, wenn er das Restaurant betritt.
Leider nur reine Theorie. ☹


Grundsätzlich sollte jeder seine Hände desinfizieren, bevor ein Restaurant auf der ARTANAIA betritt.

 

Darum wird zwar mantraartig ständig gebeten, aber die Ignoranz vieler Gäste ist größer als die Vernunft.
Als Grund für die plötzlich konsequente Überwachung der propagierte Handhygiene wurden die vielen Kreuzfahrtschiffe genannt, die die Karibik derzeit bevölkern. Auf einigen ging in letzter Zeit das Norovirus um, das eine hochansteckende und sehr unangenehme Magen-Darm-Erkrankung verursacht.
Ob das der wahre Grund für die verschärften Maßnahmen ist oder ob direkt auf der ARTANIA irgendetwas im Busch ist, sei dahingestellt. Wir glauben nicht immer alles, was man uns so erzählt.

Dass die Dichte der Kreuzfahrtschiffe in der Karibik besonders hoch ist, stimmt zumindest.

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Drei dicke Kreuzfahrer.


Heute lagen mit uns um Hafen von St. John’s:

 

  • Die AIDAblue mit Platz bis zu 2.500 Passagiere
  • Die Ventura von der Reederei P&O Cruises mit bis zu 3.200 Passagiere
  • Celebrity Ascent von der Reederei Celebrity mit biszu 3.260 Passagier
  • Die Seacloud II, ein 3-Mast-Segler für bis zu 125 Passagiere
  • Und last but not least, die ARTANIA mit bis zu 1.200 Passagiere. Zur Zeit sind etwa 850 Gäste an Bord.
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Auf geht's zum Landgang. Die Secloud II ist ein Schwesterschiff der Seacloud Spirit, die gestern mit uns in Philipsburg lag.

 

Eine weitere Warnung zum Schutz der eigenen Gesundheit bezog sich auf die Autobusse für die Phoenix-Ausflüge. Diese seien meist fahrende Kühlschränke, weil die Limaanlage auf voller Tour läuft. Die Leute sollen sich mit Halstuch, Jacke und sonstigen Schutz gegen die kalte Zugluft widmen. Da stelle ich mir allerdings die Frage, wieso der Auftraggeber dieser Ausflüge keinen Einfluss auf die Temperatur in den Bussen haben sollte, Aber diese Frage ist für Doris und mich rein akademisch und theoretisch, da wir in der Regel keine Phoenix-Ausflüge machen.

Aber auch ohne Phoenix-Ausflug im kalten Bus hat sich Doris bereits eine Erkältung eingefangen. Die Symptome sind zwar noch schwach, aber Vorsicht ist auf alle Fälle geboten, Bäume wollten wir heute nicht ausreisen.
Also stand nur ein kleiner Stadtrundgang auf der Tagesordnung.

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Eine Steelband war genau dort präsent, wo die Massen strömten ...

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... und Kreuzfahrermasse war genügend vorhanden.
"Diamonds International" war natürlich an dieser exponierten Stelle ebebfalls präsent.

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In der Market Street steht das Denkmal für Sir Vere Cornwall Bird, dem ersten Premierminister von Antigua.
Er wird oft als "Vater der Nation" bezeichnet.

 

Unterwegs gelang es uns, die einheimische Währung, den Ostkaribischen Dollar einzutauschen. Zwar ist jede Inselgruppe in der Karibik ein eigener Staat, aber zumindest in 8 Ländern ist der Ostkaribische Dollar offizielle Währung, von denen wir noch einige Besuchen werden.
Insbesondere, dass unser Reiseberater, die KI von Google, uns erzählt hat, dass in der Regel in den öffentlichen Bussen zwingend mit der einheimischen Währung bezahlt werden muss.

Aber heute verzichteten wir auf eine Inseltour mit den Öffis. Die Minibusse sind oft voll und man sitzt auf Tuchfühlung und Doris wollte nicht die Leute anstecken. Außerdem sind Klimaanlagen und Erkältungen keine guten Freunde.

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Das Busterminal war gut beschildert, Es wäre einfach gewesen, sich hier zurechtzufinden.


Aber aus alter Gewohnheit suchten wir das örtliche Busterminal auf, einfach nur so.

 

Es dauerte nicht lange, als eine uniformierte Dame uns nach unserem Reisewunsch fragte, um uns mit Rat und Tat und Infos zu informieren. Wir wären gerne zu Nelson’s Dockyard gefahren, ein UNESCO-Weltkulturerbe und restaurierter britischer Marinestützpunkt aus dem 18. Jahrhundert. Sie zeigte uns den Bussteig (die Nr. 17) und beantwortete unsere Frage nach dem Fahrpreis mit 2 US-Dollar. Unsere KI hat uns also bezüglich der Bezahlmöglichkeit schlicht und ergreifend belogen. In Informatik-Fachkreisen wird dies allerdings nicht als Lüge bezeichnet, sondern man spricht davon, dass die KI halluziniert.

Aber egal ob US- oder Ostkaribischer Dollar, etwas Wehmütig verzichteten wir aus den genannten Vernunftgründen auf eine Busfahrt, sondern kehrten zur ARTANIA zurück.

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Tür an Tür mit AIDA.

 

 

21. Reisetag – Dienstag, 27.01.2026 Basseterre/St. Kitts

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Nicht nur die AIDA hat eine ausgefallene Optik am Bug.


Basseterre (franz. Flaches Land) Hauptstadt des englisch geprägten Inselstaats St. Kitts.

 

Im 18. Jahrhundert stritten sich Franzosen und Engländer im die Insel. Die Franzosen wurden vertrieben, aber der französische Namen der Hauptstadt ist geblieben.
Die Insel hieß anfangs St. Christopher. Der Spitzname von Christopher ist Kit oder Kitt. Die englischen Siedler verkürzten den Namen auf St. Kitt’s, was dann zu St. Kitts ohne Apostroph wurde.

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Wenig verwunderlich, dass man hier "Diamands International" antrifft.


Auch hier war es rund um den Hafen genau so trubelig wie gestern in St. John’s.

 

Insbesondere die Schmuck- und Parfümgeschäfte warten wieder auf zahlungskräftige Kreuzfahrer.

Der Vormittag war wieder ausgefüllt mit dem schon beinahe obligatorischen Stadtrundgang, geführt und geleitet durch einen Adveture Lab.

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Das Berkeley Memorial.

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Eingang zum Idependence Park.

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Blick aus dem Independance Park auf die Immaculate Conception Co-Cathedral (Co-Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis.

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Diese Rundfunkstation hatte auch schon bessere Tage gesehen.

 

Erwähnenswert ist lediglich der Einkauf von zwei Flaschen lokalem Biers in einem kleinen chinesischen Supermarkt, denn dieser Kauf war Grund für 3 x Freude und Spaß.

  1. An der Kasse saß ein junger Mann, so um die 15 Jahre. Im Hintergrund saß die Mutter, die aufpasste, dass der Junge auch alles richtig machte.
    Als wir den Laden betraten, wurde unser „Hello“ kaum erwidert, Mimik eher uninteressiert und gelangweilt. Auch der Bezahlvorgang war eher unpersönlich. Doris bat um den Kassenbon und dieser wurde auch bereitwillig ausgedruckt. Zur Belohnung“ bekam der Junge von Doris ein Bonbon geschenkt (Werthers Unechte – ein Sahnebonbon, dass dem Original doch sehr ähnelte) mit den Worten: „Sweets from Germany“. Der Junge freute sich und war wie ausgewechselt. Mit einem strahelenden Lachen wünschte uns einen schönen Tag und winkte bei unserem Herausgehen. Doris' kleine Geste hatte diese Verwandlung bewirkt. Dabei ging es nicht um das Bonbon, denn davon gab es im Laden selbst die verschiedensten Sorten zu kaufen, sowohl abgepackt in Beuteln, als auch einzeln erhältlich.
    Auf jeden Fall war die Freude des Jungen ansteckend.
  2. Zurück auf dem Schiff werden die Rucksäcke und Taschen durchleuchtet. Als mein Rucksack das Röntgengerät wieder verlassen hatte, rief mir die Dame, die am Kontroll-Monitor saß, lachend zu: „Ah, 2 x Vitamine!“.
  3. Ein drittes Mal werde ich wohl Freunde empfinden, wenn demnächst die beiden Flaschen der eigentlichen Verwendung zugeführt werden.
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22. Reisetag – Mittwoch, 28.01.2026 Basse-Terre/Guadeloupe

Da kann man schon durcheinander kommen. Gestern waren wir in Basseterre/St. Kitts und heute sind wir in Basse-Terre/Guadeloupe. Ich hatte ja geschrieben, dass die Engländer die Franzosen aus St. Kitts vertrieben hatten. Anscheinend habe Sie dann eine Insel weiter (weniger als 200 Kilometer) eine Kolonie gegründet und bei der Namensgebung auf Bewährtes zurückgegriffen und lediglich den Bindestrich als Unterscheidungsmerkmal verwendet. Jedenfalls wurden die Franzosen von dort nicht mehr vertrieben, denn Guadeloupe ist (noch) heute französisches Überseegebiet, gehört zur Europäischen Union (EU), die Währung ist der Euro und für EU-Mobilfunktarife fallen keine Roaminggebühren an.

Um 8:00 Uhr informierte eine Phoenix Reiseleiterin an Landtagen, wenn die ARTANIA am Morgen festgemacht hatte, über Bordlautsprecher über das angelaufene Ziel. Heute allerdings war sie nicht recht „bei Stimme“, sie war furchtbar heißer. Auch Phoenix-Mitarbeiter sind wohl nicht gegen die gefürchtete ARTANIA-Erkältung immun.

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Am Hafen begrüßte uns eine Folklore-Tanzgruppe.

Unser heutiger Plan für den Landung war ähnlich wie der gestrige, nämlich ein Stadtrundgang via Adventure Lab. Bierkauf war allerdings für heute nicht vorgesehen.

Die angelaufenen Ziele heute waren:

  • Notre Dame de Guadeloupe (eine Kirche)
  • Marché de Basse-Terre (ein Markt)
  • Lycée Gerville Réache (eine Schule in einem denkmalgeschützten Gebäude)
  • Notre Dame du Mont Carmel (noch eine Kirche)
  • Le Fort Delgrès (eine historische Festungsanlage).

 

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In der Karibik liebt man es farbig.

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Notre Dame de Guadeloupe

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Bunte TReppe gegenüber vom Marché de Basse-Terre.

 

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Bei der Recherche, wer Delgrès, der heutige Namens­geber des Forts, war, ...

 

... haben wir gelernt, dass Louis Delgrès ein Offizier und Widerstandskämpfer gewesen war, der gegen Napolean kämpfte, der auf Guadeloupe die Sklaverei wieder einführen wollte.

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Im Zentrum eines Steinkreises auf dem Fort-Gelände ...

 

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... steht eine Skulptur, die den Kopf von Louis Delgrès darstellt.


Delgrès hat den Kampf verloren und die Sklaverei konnte 1802 wieder eingeführt werden.

 

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Die erhobene Faust auf dem Fort-Geländes ist ein universelles Symbol für Solidarität, Stärke, Widerstand und den Kampf für Bürgerrechte und Freiheit.

 

Ich kann nicht verstehen, warum in Frankreich Napoleon, dieser Kriegstreiber und Sklaverei-Befürworter, heute immer noch so hoch verehrt wird.

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Blick vom Fort auf den Atlantik.

 

 

23. Reisetag – Donnerstag, 29.01.2026 Roseau/Dominica

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Anhand der Routen­führung aus dem Bord­fernsehen, kann man sehr schön sehen, dass die Inseln, die wir abfahren, wie auf einer Perlen­kette aufgereiht sind.

 

Und da Entfernungen zwischen den Inseln nicht sehr groß sind, fährt die ARTANIA nicht direkt von A nach B, ...

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... sondern auf einem Rechteck-Kurs mit einer Schleich-Geschwindigkeit von 10 Knoten.

 

Hier stellt sich die Frage, warum nicht langsamer und dafür den direkten, kurzen Weg? Das liegt daran, dass bei niedriger Geschwindigkeit unterhalb von 10 Knoten die Stabilisatoren unwirksam werden und das Schiff bei der hier in den Gewässern vorherrschenden Dünung schwanken würde und deshalb die Kotztüten wieder auf den Gängen ausgelegt werden müssten.
Des Weiteren sind niedrige Geschwindigkeiten auf Dauer ungesund für die Schiffsmotoren (schlechte Verbrennung des Schiffsdiesel und damit erhöhter Verschleiß). Außerdem arbeiten die Motoren bei niedrigen Geschwindigkeiten nicht besonders effektiv.

Nachdem wir das geklärt haben, kommen wir zu der Erkältung der Phoenix-Reiseleiterin, die morgens uns um 8:00 Uhr die Informationen über Land und Leute über Bordlautsprecher bekannt gibt. Sie wurde heute früh durch einen männlichen Kollegen vertreten, ein Zeichen, dass ihre Erkältung nicht besser geworden ist.
Doris laboriert zwar auch noch irgendwie mit dieser ARTANIA-Seuche herum, allerdings wehrt sie sich tapfer und der große Durchbruch der Erkältung blieb (bisher) aus.

Deshalb traf sie heute die Entscheidung, dass wir heute  mit dem Bus von Roseau nach Portsmouth fahren können.
Anhand dieser beiden Städtenamen sieht man wieder, dass Franzosen und Engländer auch hier um die Vorherrschaft stritten. Hier behielten wohl die Engländer die Oberhand, denn die Amtssprache ist Englisch.

Um an Land zu kommen, musste heute außerplanmäßig getendert werden, da die Ladung eines Containerschiffs nicht rechtzeitig gelöscht werden konnte, und er somit noch den für uns vorgesehene Liegeplatz noch belegt war.

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Kleiner Gag am Rande: Unser Bordfotograf an der Tenderstation unter dem Schild "Fotografieren verboten".




Aber das Tendern ging rasch und ohne Wartezeit vonstatten.

 

Ausgestattet mit unseren Ostkaribischen Dollars machten wir uns auf den Weg zu einem Platz, wo die Busse abfahren. Ein Busbahnhof war das nun nicht wirklich. Eine handvoll der Minibusse standen herum, ohne irgendwelche Nummern oder Schilder an der Frontscheibe. Aber unser suchender Blick genügte, dass uns einer der Männer, die um die Busse herumstanden, fragte, wohin wir wollten. „To Portsmouth with public bus“. „Public Bus“, um sicher zu sein, dass wir nicht versehentlich ein Taxi oder einen Mini-Van für Ausflugstouren chartern, die hier alle 2 Meter um Fahrgäste buhlen.

Der Mann zeigte uns einen Bus, der bis auf zwei Plätze schon voll war.

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Kaum hatten wir uns gesetzt, fuhren wir schon los.

 

Aber „voll“ ist ein relativer Begriff. Auf der Strecke nach Portsmouth hielt ein junger Mann mit Rasta-Locken per Handzeichen den Bus an und siehe da, in der Reihe wo Doris und ich saßen, passte er noch dazu. Etwas später stoppte eine Frau den Bus erneut. Sie hatte einen Karton mit einem Flachbildschirm-TV dabei, der vor die Füße des Rasta-Manns verstaut wurde. Die Frau wurde weiter hinten im Bus irgendwo dazu gequetscht. Gottlob sind die Röhrenfernsehgeräte ausgestorben, sonst wäre es noch enger geworden.
Als dann von hinten jemand aussteigen wollte, stiegen erst mal fast alle mit aus, denn in dem Minibussen gibt es keinen Mittelgang, wie in einem Reisebus. Nachdem alle, bis auf den Fahrgast, der hier raus wollte, wieder eingestiegen waren, ging die Fahrt weiter. Diese Übung haben wir noch zwei- dreimal unterwegs praktiziert.
Jetzt habe ich ganz vergessen, zu erzählen, was wir überhaupt in Portsmouth wollten.
Dort mündet der Fluss Indian River in das Karibische Meer. Der Fluss erhielt seinen Namen aufgrund der indigenen Kalinago, die früher als Karib-Indianer bezeichnet worden waren und hier lebten.
Indian River Bootsfahrten sind ein Touristenattraktion, nicht nur weil dort einige der Szenen von „Fluch der Karibik“ gedreht wurden. Der Schwerpunkt liegt vielmehr in dem Naturerlebnis. Mangrovenwälder säumen die Ufer. Die Boote, die die Touristen durch dieses Naturidyll fahren, werden gerudert, da Motoren in diesem Naturschutzgebiet verboten sind.

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Ankunft in Portsmouth.


Der Busfahrer ließ uns genau an der Stelle raus, wo man sich ein Boot mieten konnte.

 

Die Fahrt hierher hat eine gute Stunde gedauert und 10 Ostkaribische Dollar (3,10 €) pro Person gekostet.
Kaum ausgestiegen, wurden wir auch schon von einem Einheimischen, der sich als Eric Spaghetti vorstellte, angesprochen. Es ist wenig verwunderlich, dass er sich für eine Bootsfahrt anbot. Es folgte die übliche Verhandlung über den Preis. Von den ursprünglich geforderten 25 US-Dollar pro Person ging er auf sofort auf 20 Dollar runter, Tourdauer 1 Stunde und schon waren wir uns einig. Wir mussten zuvor noch in einem Touristenbüro eine Art Eintrittskarte für das Naturschutzgebiet kaufen, was noch einmal mit moderaten 45 Ostkaribischen Dollar (ca. 14,00 €) für uns beide zu Buche schlug.

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Eric Spaghetti und sein gleichnamiges Boot.

 

Das Boot hatte den gleichen Namen wie Eric Spaghetti  hatte einen üblichen Außenbordmotor. Mit dessen Hilfe durften wir noch ein kleines Stück auf den Indian River fahren.

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Er wurde aber schon nach weinigen Minuten Fahrt wieder abgestellt.

 

Aber statt der Ruder kam nun der 2. Außenborder zum Einsatz, ein Elektromotor, der von einer Autobatterie angetrieben wurde. Eric meinte, er habe in seinem Leben genug gerudert.

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Die Fahrt war unbeschreiblich, deswegen lasse ich es auch sein, sie zu beschreiben.

 

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Von Eric für Doris gebastelt.
Ein Vogel und ein Fisch.

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Die Hütte diente als Drehort für einige Scenen für den Film Fluch der Karibik 2.

 

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Die "Dschungel Bar" lag es versteckt am Ufer des INdian River.


Erwähnenswert ist höchstens, dass wir die Option ausgeschlagen haben, zwischendurch eine kleine Pause in der sogenannten Dschungel Bar zu machen, um dort einen Rum zu trinken.

 

Nach der wunderschönen ruhigen Fahrt verabschiedeten wir uns von Eric Spaghetti, der uns noch erklärte, wo sich der Bus-Sammelplatz befindet.
Nach 5 Minuten Fußweg erreichten wir den besagten Platz. Auch hier erfolgten Nennung des Ziel und Zuweisung des Busses nach dem gleichen Verfahren wie heute Vormittag. Und auch hier waren wir wieder genau die Passagiere, die noch erforderlich waren, dass der Bus losfuhr.
War die Fahrweise des Fahrers heute Morgen gesittet und besonnen, hatten wir es jetzt mit einem Kamikaze-Fahrer zu tun. Bei dessen Fahrweise verging uns die Lust, uns an der Küstenlandschaft, die wir befuhren, zu erfreuen. Vielleicht hätten wir besser doch reichlich Rum in der Dschungelbar zu uns nehmen sollen, um unsere Sorgen, diese Höllenfahrt heile zu überstehen, zu zerstreuen.
Aber wir kamen tatsächlich unversehrt in Roseau wieder an und hatten, von der Rückfahrt mal abgesehen, wieder einen wunderschönen Tag auf der Habenseite.

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